Herzogtum Lauenburg

Fahrtbegleitung im Wünschewagen

Ehrenamtliches Engagement mit höchstem Anspruch

Die Begleitung und Betreuung von schwerstkranken Menschen stellt hohe Anforderungen an alle beteiligten Personen. Der Wünschewagen soll in ganz Schleswig-Holstein eingesetzt werden und unterschiedlichste Zielgruppen erreichen: alte und junge Menschen, Erwachsene und Kinder. Ihre Gemeinsamkeit ist eine auf Grund ihres Gesundheitszustandes nur sehr niedrige Lebenserwartung.

Um das gesamte Altersspektrum und die immense Bandbreite der individuellen Lebenssituationen abzudecken, werden Helferinnen und Helfer mit unterschiedlichem fachlichen Background eingesetzt und immer wieder neu gesucht – vom Kinderkrankenpfleger bis zur Fachärztin mit umfassenden palliativmedizinischen Kenntnissen. Der Wünschewagen des ASB gründet auf hoch qualifizierter ehrenamtlicher Arbeit. Daher sprechen wir hier ausdrücklich Menschen mit entsprechenden Berufs- und Lebenserfahrungen an.

Naheliegend wäre insbesondere professionelles Erfahrungswissen aus den Bereichen der Gesundheit und Pflege, der Psychologie, aber auch des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und – wie Erfahrungen andernorts zeigen – der Polizei. Kurz gesagt: Wir suchen Helferinnen und Helfer, für die sich diese Aufgabe nicht als komplettes Neuland darstellt. Die wir daher eigentlich auch nicht für diese Aufgabe „werben" müssen. Weil sie bereits selbst wissen, worauf es dabei ankommt – und sich gerade deshalb im Wünschewagen engagieren wollen.

Das Bordpersonal

Nach dem Vorbild der holländischen „Wunschambulanz" und des Wünschewagens des ASB Ruhr wird das Fahrzeug mit mindestens zwei Personen besetzt, wobei der Fahrer über die Qualifikation verfügt, einen Rettungswagen zu fahren und die medizinische Bordtechnik professionell zu bedienen. Die zweite Person verfügt über medizinisches Fachwissen, je nach den individuellen Anforderungen des Fahrgastes – z. B. aus der Anästhesie, der Geriatrie oder der Pädiatrie etc.

Begleitende Personen

Selbstverständlich bietet der Wünschewagen auch Raum für den Lebenspartner bzw. die Lebenspartnerin oder eine andere Begleitperson. Die Grundregel lautet auch hier, wie immer: Die Regie liegt beim Fahrgast. Eine letzte, ruhige und bewusste Reise zu sich selbst – etwa an einen wichtigen Ort der zurückliegenden Lebensgeschichte – ist genauso möglich wie die Einbindung des Wünschewagens in einen großen, gemeinsamen Familienausflug.

Was geschieht im Notfall oder Sterbefall?

Im Rahmen der Vorbereitung werden die Stamm- und medizinischen Daten des Fahrgastes erfasst. Bei Unklarheiten wird der betreuende Arzt kontaktiert. Insbesondere geht es dabei auch um verbindliche Angaben darüber, was im Falle eines akuten Notfalles oder des Sterbefalles zu tun ist – in der Regel unter Rückgriff auf vorliegende oder im Vorfeld formulierte Patientenverfügungen. Im Falle einer Wünschewagen-Fahrt während der Zeit eines stationären Aufenthaltes muss der verantwortliche Klinik-Arzt dem Wunsch zustimmen.

(Quelle: www.wuenschewagen.com, ASB Ruhr e.V.)

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