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- Ein letzter Wunsch: Abschied und Erinnerungen
Fröhlich wurden wir von Herrn T. erwartet. Er war sehr glücklich, dass sein Wunsch durch den ASB Wünschewagen erfüllt werden konnte.
Einen Augenblick mussten wir noch warten, da sich seine Begleitung etwas verspätete. Dann ging die Fahrt los.
Auf dem Weg mussten wir an einer Unfallstelle anhalten und leisteten Erste Hilfe nach einem Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten, bis die Rettungswagen eintrafen. Auch das gehört zum Team des Wünschewagens.
Beim Besuch auf dem Friedhof erzählte uns Herr T. von seinem Leben mit seiner Frau. Sie waren beide leidenschaftliche Segler. Darum war auch das Segelboot auf dem Grabstein eingraviert.
Dann ging es weiter zu einem griechischen Restaurant, das er früher des Öfteren besucht hatte.
„Schon lange habe ich nicht so viel gegessen wie heute“, stellte unser Fahrgast erstaunt fest. Er erzählte uns aus seinem Leben und musste dabei so manches Mal schmunzeln.
Noch im letzten Jahr hat er gesegelt und im Herbst sein Boot aus dem Wasser geholt, unwissend, dass es das letzte Mal war. Seine schwere Krankheit kam sehr plötzlich und erwischte ihn mit voller Wucht. Noch vor kurzem fuhr er selbst Auto, und jetzt zählt jeder einzelne Tag.
Ein Tag, an dem die letzten Wünsche erfüllt werden, hatte er heute. Auch wenn es manchmal den Angehörigen schwerfällt, dieser Tag gehört allein unserem Fahrgast. Egal, ob die Wünsche den Angehörigen passen oder nicht – sollten ausschließlich die Wünsche unseres Gastes akzeptiert werden. Wenn nicht jetzt, wann dann?
Ein letztes Mal über den Weihnachtsmarkt gehen war der letzte Wunsch des Tages von Herrn T.
Völlig erschöpft, aber glücklich, übergaben wir ihn an das Personal des Hospizes Bad Oldesloe und verabschiedeten uns.